Modulhandbuch 2011

Modulhandbuch


ab Jahrgang 2011 (Prüfungsordnung 2011)


A Modulstrang: Wissenschaft und Beruf

A1 Modul: Psychologisches Propädeutikum

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Durch das Studium der „Geschichte und Paradigmen der Psychologie“ lernen die Studierenden, die verschiedenen Zugangsweisen ihres Faches aus der historischen Entwicklung der wichtigsten Forschungsparadigmen (z.B. Behaviorismus, Kognitionspsychologie, Neurowissenschaften) zu verstehen. Nach erfolgreicher Teilnahme sind sie in der Lage Beispiele der Umsetzung von grundlagenwissenschaftlich gewonnen Erkenntnissen in spätere psychologische Arbeitsfelder zu benennen. Parallel dazu erwerben sie in der Vorlesung „Psychologische Methodenlehre“ Grundkenntnisse, um empirische Forschung nach methodischen Gesichtspunkten beurteilen zu können. Sie kennen die inhärenten Vor- und Nachteile verschiedener experimenteller und nicht-experimenteller Forschungsdesigns und die Methoden zur Kontrolle unerwünschter Störeinflüsse. Sie können empirische Untersuchungen bezüglich der internen, der externen und der Validität statistischer Schlussfolgerungen beurteilen und haben sich mit den ethischen Gesichtspunkten, die bei einer psychologischen Untersuchung zu beachten sind, auseinandergesetzt. Sie erwerben damit die nötigen Voraussetzungen, in den folgenden Semestern eigene Datenerhebungen durchzuführen und die vorhandene Forschungsliteratur methodenkritisch zu lesen.

A2 Modul: Psychologische Handlungsperspektiven

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden kennen die wichtigsten psychologischen Berufsfelder. Sie haben einen praxisnahen Überblick und können Berufsaussichten abschätzen. Die Einführung in formal-rechtliche Rahmenbedingungen befähigt Studierende, diese auf unterschiedliche psychologische Tätigkeitsbereiche zu übertragen und auf spezifische Problemstellungen anzuwenden. Sie erwerben eine gesteigerte soziale und methodische Kompetenz, v.a. grundlegende Lern- und Präsentationsstrategien. Sie sind fähig zur wissenschaftlichen Literaturrecherche und können Quellen beurteilen. Sie können optimierte Lehr- und Lernformen in spezifische psychologische Tätigkeitsfelder übertragen. Sie sind in der Lage englische wissenschaftliche Originalartikel effizient zu lesen und zu verstehen, selbst zu erstellen und wichtige Inhalte in Englisch zu präsentieren.


B Modulstrang: Psychologische Grundlagen

B1 Modul: Allgemeine Psychologie I

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden erwerben grundlegende Kenntnisse über Theorien, Methoden und empirische Befunde der Allgemeinen Psychologie I (Wahrnehmung, Lernen, Gedächtnis). Sie lernen, ein Fachgebiet durch das Studium von ausgewählten Lehrbuchkapiteln zu strukturieren. Im Seminar werden erste Kompetenzen für die Lektüre, kritische Rezeption und Präsentation von Originalarbeiten erworben. Durch Demonstrationsexperimente in der vorlesungsbegleitenden Übung kennen und verstehen die Studierenden ausgewählte Paradigmen der Allgemeinen Psychologie und können diese mit eigenen Erfahrungen verknüpfen.

B2 Modul: Allgemeine Psychologie II

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden haben Kenntnis von Theorien aus den vier Themengebieten Emotion, Motivation, Denken und Sprache. Sie können die Theorien im historischen Kontext darstellen und den wichtigsten psychologischen Strömungen zuordnen. Die Studierenden sind in der Lage, die einzelnen theoretischen Annahmen auch in Hinblick auf empirische Untersuchungen und auf ihre Aussagekraft für praktische Belange kritisch-reflektierend zu bewerten.

B3 Modul: Biologische Psychologie

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden erkennen Zusammenhängen zwischen biologischen Prozessen und psychologischen Funktionen. Sie verfügen über Wissen in humanbiologischen Grundlagen von z.B. Stress, Motivation, Kognition, Lernen, Motorik und Bewusstsein sowie über Kenntnisse der anatomischen Grob- und Feinstruktur der Nervensysteme, deren ontogenetische Entwicklung und Bedeutung für Erleben und Verhalten. Sie verstehen die Bedeutung biochemischer Stoffe für die Regulation der psychischen Befindlichkeit und der bioelektrischen Vorgänge für die Informationsverarbeitung im Nervensystem. Sie können Wissen über physikalische und biologische Grundlagen biopsychologischer Messwertaufnahmen wie z.B. EEG, MRI, PET, MEG, EMG, EDA, EKG, Plethysmographie und Reizung (elektrische, magnetische, kalorische, optische, akustische, taktile) wiedergeben. Die Studierenden verstehen das Prinzip künstlicher neuronaler Netze und können diese mit natürlichen Netzen vergleichen. Sie wissen um adaptive Möglichkeiten des ZNS (Apoptose, strukturelle und funktionelle Neuroplastizität, Neubildung von Neuronen im juvenilen und adulten Gehirn) und um deren Bedeutung für Lernen und Verhalten sowie die Entwicklung psychischer Störungen. Sie sind in der Lage, Untersuchungstechnologien für Fragestellungen aus der Grundlagenforschung und für Probleme aus Anwendungsfeldern der Psychologie abzuleiten.

B4 Modul: Sozialpsychologie

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden haben grundlegende Kenntnisse über Theorien, Methoden und empirische Befunde der Sozialpsychologie. Durch die Vermittlung angewandter Themen der Sozialpsychologie sowie das Lesen von Originalliteratur sind die Studierenden in der Lage, soziales Verhalten und soziale Situationen zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage, empirische Befunde zu verstehen und zu reflektieren.

B5 Modul: Differentielle Psychologie

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden sind in der Lage, klassische und moderne Ansätze der Beschreibung und Erklärung menschlicher Persönlichkeit zu skizzieren sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu diskutieren. Sie können Einflussfaktoren auf die Ausformung der individuellen Persönlichkeit nachvollziehen. Sie verstehen die Bedeutung situativer Faktoren für die Vorhersage von Verhalten und Erleben anhand von Persönlichkeitsmerkmalen und berücksichtigen diese bei der Umsetzung individueller Daten in Handlungsmöglichkeiten. Die Studierenden sind in der Lage, Aspekte der Persönlichkeit auf Fragestellungen in angewandten Bereichen der Psychologie zu übertragen.

B6 Modul: Entwicklungspsychologie

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden können Theorien, Methoden und empirische Befunde der Entwicklungspsychologie sowie die Kontextabhängigkeit der Entwicklung wiedergeben sowie vergleichend und kritisch betrachten. Sie sind in der Lage, praxisrelevante Bezüge der vermittelten Grundlagenkenntnisse herzustellen. Weiterhin können sie Bedingungen für gestörte Entwicklungsprozesse identifizieren sowie die Prozesse der Bewältigung und Abwehr solcher ableiten.


C Modulstrang: Forschungsmethoden

C1 Modul: Statistik I

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden verfügen über ein grundlegendes Verständnis für die mathematische Modellierung des Zufalls und darauf aufbauender statistischer Schlussweisen. Sie haben ein Konzept zu statistischen Maßzahlen, zur Dichte, dem Erwartungswert und der Varianz. Sie verstehen das Prinzip eines statistischen Tests.

C2 Modul: Statistik II

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden haben grundlegende Kenntnisse über das Testen von statistischen Hypothesen, sie kennen Zusammenhangsmaße und können erste parametrische und nicht-parametrische Tests durchführen. Dazu gehören Tests für Unterschiede zentraler Tendenzen und der Streuung. Durch die Einübung der erlernten Konzepte an aktuellen Softwarepaketen sind die Studierenden in der Lage, eigenständig erste Analysen bei einfachen univariaten empirischen Problemen durchzuführen. Ergebnisse statistischer Tests können interpretiert und anschaulich anderen vermittelt werden.

C3 Modul: Statistik III

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden haben grundlegende Kenntnisse über Regressionsprobleme. Sie kennen die einfachsten manifesten Regressionsverfahren der linearen und multiplen Regression sowie der Varianzanalysen und sind aufgrund eingeübter Fähigkeiten in der Lage, diese selbständig anhand von Softwarepaketen durchzuführen. Die Konzepte der Korrelation, der erklärten Varianz und der Interaktion können sie auf verschiedene Kontexte/Verfahren übertragen. Ein erstes Verständnis für generalisierte lineare Modelle hat sich herausgebildet. Ergebnisse statistischer Tests können interpretiert und anschaulich anderen vermittelt werden.

C4 Modul: Empirisches Forschen

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden können exemplarisch eine theoretische Fragestellung in ein empirisches Forschungsprojekt umsetzen. Sie kennen die wesentlichen Schritte, die für die Erstellung eines Versuchsplans, die Operationalisierung der Hypothesen, die Bereitstellung von Versuchsmaterialien und die Planung des Ablaufs einer empirischen Untersuchung notwendig sind. Sie haben diese Kenntnisse in einer eigenen Untersuchung angewandt und kennen die besonderen Vorkehrungen, die bei deren Durchführung mit menschlichen (oder tierischen) Versuchsteilnehmern zu beachten sind. Sie haben praktische Erfahrung mit dem zur Auswertung empirischer Arbeiten notwendigen methodischen Handwerkzeug (Programme zur Datenverarbeitung und statistischen Analyse) erworben. Sie können einen technischen Bericht nach den Standards des Faches (APA-Stil) verfassen, d.h. ihre Ergebnisse knapp, präzise und im Einklang mit formalen und methodischen Richtlinien darstellen. Sie besitzen damit die Grundkompetenzen, die es ihnen erlauben, auch in anderen Kontexten (Lehrveranstaltungen, Praktika) adäquat über Datenerhebungen zu berichten.

C5 Modul: Grundlagen der Diagnostik

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden sind in der Lage Begriffe, Fragestellungen und Strategien psychologischer Diagnostik zu unterscheiden. Sie kennen die unterschiedlichen nomothetischen und deskriptiven Modelle der psychologischen Diagnostik sowie Prozessmodelle des Diagnostizierens. Sie können Probleme des Diagnostizierens erkennen und deren Einfluss auf diagnostische Entscheidungen berücksichtigen. Die Studierenden verfügen über Kenntnisse bzgl. der Qualitätsanforderungen an einen wissenschaftlich-psychologischen Test. Sie sind in der Lage, einen Test zu planen und zu entwerfen sowie durchzuführen. Anhand erhobener Daten können sie auf Grundlage psychometrischer Kriterien eine Itemanalyse durchführen. Als Testtheoretischen Rahmen haben sie die Klassische und die Item-Response-Theorie kennengelernt. Die Konzepte der Reliabilität, Validität und der Normierung haben sich verfestigt. In der vorlesungsbegleitenden Übung erlernen die Studierenden einen Test / Fragebogen selbst zu konstruieren und ihn auszuwerten. Die psychometrischen Eigenschaften des Tests können sie kommunizieren.


D Modulstrang: Technologien und Interventionen

D1 Modul: Pädagogische Psychologie

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden können Theorien, Methoden und empirische Befunde der Pädagogischen Psychologie vergleichend und kritisch analysieren. Sie können Techniken der Selbstregulation anwenden, Trainings gestalten und alternative Lehr- und Lernformen situationsangemessen einsetzen.

D2 Modul: Kognitive Psychologie

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden haben vertiefte Kenntnisse der Theorien, Methoden und empirischen Befunde der Kognitionspsychologie. Sie verfügen über ein grundlegendes Verständnis der wechselseitigen Validierung kognitionspsychologischer und neurowissenschaftlicher Herangehensweisen in ausgewählten kognitionswissenschaftlichen Domänen wie der Untersuchung des Gedächtnisses, mentaler Repräsentationen, des Entscheidungsverhaltens, des Problemlösens, des Zusammenhangs von Kognition und Handlung und der hemisphärischen Spezialisierung. Die Studierenden können ausgewählte Methoden der Kognitionspsychologie anwenden und die Ergebnisse interpretieren.

D3 Modul: Diagnostische Verfahren

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden sind in der Lage, unterschiedliche Strategien beim Erheben diagnostischer Informationen zu vergleichen und kritisch zu diskutieren sowie zugehörige Verfahren unterschiedlicher diagnostischer Ansätze zu benennen. Sie erkennen Anwendungsfelder psychologischer Diagnostik und können passende Strategien ableiten. Sie können psychologische Testverfahren klassifizieren, verschiedene Tests durchführen, auswerten, die Ergebnisse interpretieren sowie Vor- und Nachteile der gewählten Tests abwägen. Die Studierenden haben die Fähigkeit diagnostische Gespräche zu unterschiedlichen Fragestellungen zu führen und dafür jeweils passende Hilfsmittel zu wählen. Sie können Verhaltensbeobachtungen systematisch planen und durchführen. Sie sind in der Lage, zu einer gegebenen Fragestellung eine passende diagnostische Strategie auszuwählen, diagnostische Informationen aus unterschiedlichen Verfahren zu einem Gesamturteil zusammenzufassen und Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Sie können Quellen diagnostischer Fehlurteile benennen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

D4 Modul: Klinische Psychologie

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden sind in der Lage, das Verhalten von Personen unterschiedlicher psychischer/psychiatrischer Erkrankungen symptombasierend zu beschreiben und Fallvignetten in Klassifikationssysteme einzuordnen. Sie können Verhaltensänderungen auf der Basis von lern- und kognitionstheoretischen Konzepten erklären, verstehen und vorhersagen. Sie kennen Möglichkeiten und Techniken der Modifikation von Verhaltens- und Erlebensweisen und können diese theoriegeleitet auf eine anwendungsbezogene Fragestellung übertragen. Die Studierenden sind in der Lage, Manuale zur Verhaltensmodifikation anzuwenden sowie Schwächen, Handlungsalternativen und Verbesserungsvorschläge zu diskutieren. Sie können die eigenen emotionalen und sozialen Kompetenzen einschätzen und gezielt verbessern.

D5 Modul: Prävention

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden kennen relevante Theorien und Konzepte der Gesundheitspsychologie. Sie können darauf aufbauende Gestaltungsmöglichkeiten für Arbeits- und Lebensbedingungen ableiten. Die Studierenden können arbeitsbezogene Gesundheitsprobleme wie z.B. ADHS bei Schülern (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom), Burnout oder Mobbing bei Arbeitnehmern benennen und diagnostische Verfahren zuordnen. Sie kennen Vorgehen und Probleme bei der Durchführung ausgewählter gesundheitsförderlicher Interventions- und Präventionsmaßnahmen und sind in der Lage, diese gemäß spezifischen Problemstellungen auszuwählen, anzuwenden sowie das methodische Vorgehen bei der Planung und Durchführung kritisch zu reflektieren.

D6 Modul: Arbeits- und Organisationspsychologie

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden erwerben grundlegende Kenntnisse auf den Gebieten der Arbeits- und Organisationspsychologie. Die Studierenden haben ein Verständnis für psychologische Handlungsfelder in einem betrieblichen Umfeld und sind in der Lage, Zusammenhänge von organisationalen Strukturen und individuellem Verhalten zu erfassen, zu erklären und Ansatzpunkte für Veränderungen zu identifizieren. Sie lernen außerdem Forschungsstrategien und Herangehensweisen in der Arbeits- und Organisationspsychologie kennen und erwerben Kenntnisse zum Lesen und zur Aufbereitung insbesondere englischsprachiger Forschungsarbeiten der Arbeits- und Organisationspsychologie..

D7 Modul: Kommunikation und Medien

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden sind in der Lage, Formen, Abläufe, Ziele und Störungen menschlicher Kommunikation zu beschreiben sowie kommunikationsbasierte Interventionen spezifischen Störungen und Kontexten zuzuordnen. Sie können Anwendungsgebiete kommunikationspsychologischer Grundlagen erschließen. Die Studierenden beherrschen metakommunikative und allgemeine Gesprächsführungstechniken und sind in der Lage diese zu vermitteln. Sie können aktuelle Theorien und Forschungsbefunde unter Nutzung kommunikations- und medienpsychologischer Kenntnisse präsentieren.

D8 Modul: Latente Variablenmodelle

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden haben grundlegende Kenntnisse auf dem Gebiet moderner psychologisch-statistischer Methoden. Sie verfügen über ein Verständnis für verschiedene Formen latenter und multivariater Variablenmodelle und sind in der Lage, empirische Forschungsfragen durch korrekte Auswahl eines multivariaten Analyseverfahrens und Anwendung eines Softwarepaketes zu beantworten. Die Studierenden haben einen Überblick über latente Strukturgleichungsmodelle, Item-Response-Modelle, latente Klassenanalysen und Mehrebenenmodelle. Kenntnisse zum Lesen und zum Aufbereiten insbesondere englischsprachiger Forschungsarbeiten der psychologischen Methoden sind vorhanden. Darüber hinaus haben sich Studierende mit ausgewählten Themen multivariater Verfahren vertieft auseinandergesetzt.


E Modulstrang: Interdisziplinäre Anwendung

E1 Modul: Arbeit und Gesundheit

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden besitzen einen Überblick über Geschichte, Ziele und Grundlagen der Ergonomie. Sie besitzen Kenntnisse zum Analysieren, Messen, Beurteilen und Gestalten menschlicher Arbeit und können Arbeitssystemanalysen durchführen. Sie haben einen Überblick über menschliche Leistungsvoraussetzungen und können körperliche und geistige Arbeitsformen und deren Kombinationen klassifizieren. Sie kennen die Umgebungsbelastungen, Messprinzipien zur Erfassung dieser Belastungen sowie ihrer Auswirkungen auf den Menschen. Sie sind in der Lage, Messmethoden für Belastung und Beanspruchung sowie deren Anwendungsbereiche zu beschreiben. Sie kennen die Bedeutung verschiedener Gestaltungsbereiche (anthropometrisch, physiologisch, bewegungstechnisch, informationstechnisch, sicherheitstechnisch, organisatorisch usw.) und können einzelne Methoden aus diesen Gestaltungsbereichen in der Praxis anwenden. Die Studierenden können Arbeits-, Sicherheits- und Gesundheitsschutz im Arbeits- und Organisationskontext bewerten. Sie sind in der Lage, Arbeits-, Sicherheits- und Gesundheitsschutzprojekte zu planen, durchzuführen und zu evaluieren

E2 Modul: Wirtschaft und Gesellschaft

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden beherrschen wesentliche Grundlagen der Volkswirtschaftslehre und sind in der Lage, diese auf wirtschaftspsychologische Fragestellungen zu beziehen. Sie kennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede des ökonomischen und psychologischen Menschenbilds und können diese kritisch reflektieren. Die Studierenden erlernen eine interdisziplinäre Sichtweise, die sie zu erfolgreicher interdisziplinärer Kommunikation, insbesondere mit Volkswirten/innen, befähigt.

E3 Modul: Organisation und Individuum

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden kennen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre (BWL) sowie des Personalmanagements in Organisationen und sind in der Lage, diese auf personalpsychologische Aufgaben (z.B. Personalauswahl, Personalentwicklung) zu beziehen. Sie können betriebswirtschaftlich und psychologisch orientierte Konzepte des Personalmanagement kritisch reflektieren. Die Studierenden haben einen Überblick über Verfahren der Personalpsychologie und kennen Einsatzmöglichkeiten, Durchführung und Probleme ausgewählter diagnostischer Instrumente und Interventionen.

E4 Modul: Informationsverarbeitung

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden beherrschen wichtige Grundbegriffe und Verfahren der Informatik, sowohl theoretisch als auch programmierend-praktisch. Sie haben grundlegende Kenntnisse über elementare Algorithmen, abstrakte Datentypen, Programmiersprachen, Compiler, Datenbanksysteme, Softwaretechnik, Rechnernetzwerke erworben. Die Studierenden haben Einsicht in die Notwendigkeit zur Abstraktion und geeigneter Modellbildung in der Informatik und können Grundkonzepte und Lösungsstrategien der Informatik auf psychologische Fragestellungen anwenden. Sie können wichtige Konzepte im Verhalten und Erleben von Menschen im Umgang mit klassischen und neuen Medien benennen und verstehen die Interaktion von Gestaltungsprinzipien und Medien.

E5 Modul: Beratung und Coaching

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Durch die Vermittlung angewandter Themen der Gesprächsführung und des Coachings sowie der praktischen Einübung der dazugehörigen Techniken, auch im realen Kontext, verfügen die Studierenden über Beratungskompetenzen, so dass sie in der Lage sind eigenständig effektive Beratungs- und Coaching-Gespräche durchzuführen und diese kritisch zu reflektieren. Sie kennen Anwendungsbereiche für Beratung und Coaching im interdisziplinären Kontext, insbesondere im pädagogischen und organisatorischen Bereich.

E6 Modul: Teambegleitung und Supervision

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden sind in der Lage, verschiedenen Gruppen- und Teamsituationen entsprechende Supervisions- bzw. Interventionstechniken auszuwählen, selbstständig anzuwenden und zu dokumentieren. Sie können die eigenen kommunikativen Fähigkeiten, Teamleitungs- und Kontrollqualifikationen kritisch reflektieren und Mitstudierenden zu dieser Frage angemessen Feedback geben. Sie haben die Fähigkeit (Selbst-)Kritik als Richtwert für kompetenteres Handeln nutzbar zu machen.


F Modulstrang: Praxis

F0 Modul: 30 h als Versuchsperson

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden haben praktische Erfahrungen in der Rolle eines Versuchsteilnehmenden sowie einen Überblick über einfache psychologische Untersuchungsanordnungen in verschiedenen Themenbereichen. Sie wissen, neben den wissenschaftlichen Anforderungen an Untersuchungen, um die Bedeutung von ethischen Randbedingungen beim Experimentieren. Sie verstehen durch unmittelbare Begegnung mit der Situation in der Rolle eines Teilnehmenden um die Verantwortung, die sie im späteren Verlauf des Studiums und Berufslebens übernehmen werden. Die Studierenden wissen um gute Beispiele für Versuchsleitung und -durchführung inklusive der zugehörigen Pflichten wie Vor- und Nachsorge bei den Versuchspersonen. Über das durch eigene Teilnahme verbesserte Verständnis methodischer und ethischer Probleme hinaus kennen die Studierenden verschiedene Inhaltsbereiche, deren Erhebungsmethoden und praktische Durchführungen psychologischer Untersuchungen und haben einen Überblick über aktuelle Forschungsfragen. Sie können Beispiele wiedergeben, die zeigen, wie theoretisches Wissen und psychologische Fragestellungen in verschiedene Herangehensweisen übersetzt werden können.

F2 Modul: Praktikum

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden kennen die Vielfältigkeit psychologischer Aufgabenstellungen in unterschiedlichen Berufsfeldern. Sie verfügen über Kenntnisse in Verfahrensweisen und über Verfahrenssicherheit in einem beruflichen Anwendungsfeld. Sie können sich in einem Arbeitsteam einordnen und übertragene Aufgaben verantwortungsvoll erfüllen. Sie haben eine Orientierung im Hinblick auf ihr späteres Berufsleben und können ihre Erfahrungen, Fähigkeiten und Entwicklungsansätze kritisch reflektieren.

F3 Modul: Bachelor-Thesis

Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen:

Die Studierenden erwerben durch die Bearbeitung einer grundlagen- oder anwendungsorientierten Forschungsfrage vertiefte Kenntnisse zur Herleitung wissenschaftlicher Fragestellungen und zur Operationalisierung psychologischer Konstrukte und Hypothesen. Die Studierenden können eine psychologische Untersuchung planen, durchführen und gewonnene Daten analysieren und statistisch auswerten. Die Studierenden sind in der Lage, psychologische Untersuchungen schriftlich festzuhalten und mündlich zu präsentieren.